Ein gesundes Raumklima ist wichtig – für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit. Zu hohe Temperaturen in der Wohnung nehmen wir als unangenehm wahr. Und auch Zugluft empfinden wir als äusserst unangenehm. Zusätzlich ist Schimmelbildung ein wichtiger Aspekt, der beim Raumklima berücksichtigt werden sollte. Nicht zuletzt kann Schimmel nämlich gesundheitliche Probleme verursachen. Dieser Newsletter befasst sich daher mit dem Raumklima und hier erfahren Sie auch, was Sie gegen die Bildung von Schimmel unternehmen können.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind fürs Raumklima wichtig
Gereizte Haut und Atemwege können ein Anzeichen von zu trockener Luft sein. In diesem Fall ist auch das Raumklima nicht optimal. Doch auch zu feuchte Luft oder unpassende Temperaturen entsprechen nicht einem optimalen Raumklima. Beispielsweise sind 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer oder 23 Grad im Badezimmer ideal. Ist es in jenen Räumen kühler oder wärmer, fühlen Sie sich dort möglicherweise unwohl. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind daher auch die wesentlichen Einflussfaktoren fürs Raumklima. Allerdings werden Temperatur und Luftfeuchtigkeit von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die Bauart des Gebäudes, die Ausrichtung und die Neigung der Fenster. Ohnehin sind die Fenster ein fürs Raumklima kritischer Aspekt, auch weil sie Wärme übertragen. Idealerweise helfen die Fenster in den Sommermonaten bei der Raumkühlung. Im Winter allerdings sollten die Fenster die Wärme möglichst im Gebäudeinnern zurückhalten. Es versteht sich beinahe von selbst, dass sich Besonnung und Beschattung aufs Wohlbefinden im Haus auswirken. Deshalb spielt die Lage des Hauses ebenso eine Rolle fürs Raumklima. Dies gilt auch für die Luftzirkulation. Auf gekippte Fenster sollte komplett verzichtet werden, da diese keine Luftzirkulation erlauben. So verhindern Sie gleichzeitig ein Auskühlen der Wände um das Fenster herum, was das Risiko für Schimmelbefall reduziert. Der Austausch undichter Fenster verhilft zu einer angenehmeren Luftzirkulation und somit zu einem gesünderen Raumklima. Je nach Alter der Fenster, genügt auch bereits das Erneuern der Fensterdichtungen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist nun ideal? Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad wird eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 60 % als optimal erachtet. Hierbei sind auch die Zusammenhänge zwischen Luftfeuchtigkeit und Temperatur zu beachten – zugunsten Ihrer Gesundheit und Ihres Wohlbefindens. Herrscht bei gleichen Temperaturen unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit, wird die Temperatur anders empfunden. So sollten bei geringeren Aussentemperaturen auch die Werte für die Luftfeuchtigkeit tiefer sein.
Feuchtigkeit fördert Schimmel, richtige Belüftung beugt Schimmel vor
Auf gut zirkulierende Luftfeuchtigkeit sollte nicht zuletzt wegen ihrer Bedeutung für Schimmelbildung geachtet werden.
Unter Schimmel werden verschiedene Arten von Pilzen zusammengefasst. Im Gebäudeinneren macht sich Schimmel beispielsweise mit fleckigen Stellen an den Wänden oder auch mit anhaltend modrigem oder fauligem Geruch bemerkbar. Dies ist nicht nur unschön, sondern kann auch die Gebäudesubstanz schädigen. Insbesondere wird Holz durch Pilzbefall in Mitleidenschaft gezogen. Zudem führt Schimmel zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Sie reichen von allergischen Reaktionen, wie Hautausschläge und Niesen, über Asthmaanfälle bis hin zu Infektionen der Atemwege bei immungeschwächten Menschen.
Massgebendster Faktor für Wachstum von Schimmel ist Feuchtigkeit. Übersteigt die relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum 60 %, fördert dies Schimmelpilzbildung. Für das Wachstum von Schimmel ist Nahrung erforderlich. Diese findet er zum Beispiel problemlos in Form von Holz, Tapeten, Teppichen und Putz in Häusern. Darüber hinaus tragen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad besonders gut zum Wachstum von Schimmel bei.
In vielen Fällen liegt der Ursprung von Schimmelbildung auch im Nutzerverhalten und es lässt sich gegen Schimmel auch einiges unternehmen. Dazu zählt die richtige Belüftung. Um die Luftfeuchtigkeit zu verringern, sollten alle Räume regelmässig und genügend belüftet werden. Hierbei sei an das 3 bis 4 Mal tägliche Stosslüften erinnert. Wenn Sie mit gleichzeitig geöffneten Fenstern und Türen, dem sogenannten «Querlüften», einen Durchzug erzeugen, verstärken Sie die Wirkung. Ebenso sollte Wasserdampf in Küche und Badezimmer direkt abgeleitet werden. Zusätzlich können Sie in besonders feuchten Räumen mit einem Luftentfeuchter Abhilfe schaffen. Zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit, wird der Einsatz eines Hygrometers empfohlen.
Ausserdem empfiehlt sich die Investition in eine qualitativ hochwertige Wärmedämmung. Denn ungenügende Isolierung kann Wärmebrücken verursachen. Die Folge davon kann die Bildung von Kondenswasser sein. Kondenswasser wiederum begünstigt die Entstehung von Schimmel. Lassen Sie des Weiteren Wasserschäden sofort beheben und kontrollieren Sie regelmässig feuchtigkeitsanfällige Bereiche, zum Beispiel die Küche und das Badezimmer. Hierbei ist auf Wasserflecken oder verdächtige Gerüche zu achten. Auffälligkeiten sind daher auch frühzeitig an die Liegenschaftsverwaltung zu melden.
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